Kategorie: Timothy Hodor

Timothy Hodor steht für eine seltene künstlerische Dreieinigkeit: Als Komponist, Schriftsteller und Maler vereint er in seiner Person drei Kunstdisziplinen, die sich in seinem Werk gegenseitig durchdringen und befruchten. Der 1955 geborene Amerikaner, der über seine langjährige Verwurzelung in Wien zu einem festen Bestandteil der österreichischen Kulturszene geworden ist, hat sich dabei eine unverwechselbare musikalische Sprache erarbeitet: Sein Bestreben ist es, den Wunsch vieler Zuhörer nach klassisch strukturierter Klaviermusik zu erfüllen, die Wertschätzung der Kunst der alten Meister zeigt – und gleichzeitig melodisches und harmonisches Neuland betritt. Sein Kompositionswerk basiert auf dem Studium von Gitarre und Klavier, J.S. Bachs Kontrapunkt und Brahms' Werken und verbindet sich zu Musik, die durch ihre Melodien, Harmonien und Rhythmuswechsel überrascht und überzeugt – eine Haltung, die in der zeitgenössischen Neue-Musik-Szene bewusst einen anderen Weg geht und das Publikum in den Mittelpunkt stellt. Seine Bedeutung für die österreichische Kunstszene liegt dabei weniger in institutioneller Präsenz als in der Qualität seiner Kooperationen und der Beständigkeit seines Schaffens: Mehrere Alben erschienen beim renommierten Wiener Label Preiser Records, seine Werke wurden in Uraufführungen im Radiokulturhaus und im Konzertumfeld Wiens präsentiert, und die langjährige künstlerische Partnerschaft mit dem Pianisten Frederick Blum sowie der Sopranistin Maria Szepesi zeugt von einer tiefen Vernetzung in die heimische Musikwelt. Seine Stücke sind unmittelbar verständlich und gut geschrieben – Musik, von der man mehr hören möchte: ein Qualitätsmerkmal, das Hodor als stillen, aber beharrlichen Brückenbauer zwischen amerikanischer Sensibilität und Wiener Musiktradition ausweist.

Timothy Hodor