BartolomeyBittmann - Neubau
BartolomeyBittmann - Neubau
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Neubau ist das zweite Album von BartolomeyBittmann — Matthias Bartolomey (Violoncello) und Klemens Bittmann (Violine, Mandola) — und erschien im November 2015 als Nachfolger des gefeierten Debüts Meridian. Elf Eigenkompositionen in 55 Minuten, alle ausschließlich akustisch eingespielt: kein Effektgerät, keine Elektronik, nur die klanglichen und perkussiven Möglichkeiten von Cello, Geige und Mandola in ihrer ganzen Bandbreite.
Das Duo, das sich selbst den Untertitel „progressive strings vienna" gegeben hat, schreibt eine Musiksprache, die sich Kategorien konsequent entzieht. Die Stücke — Lucca Est, Harnoncourt, Davids Tanz, Samt, Parovskapproved — pendeln zwischen mächtigen, stakkatoartigen Riffgewittern und verträumt-lyrischen Passagen, zwischen Jazz-Groove und folkloristischer Dichte, zwischen kammermusikalischer Präzision und ungezähmter Wildheit. Was BartolomeyBittmann von vergleichbaren Projekten unterscheidet: Sie spielen keine Arrangements aus anderen Genres, sondern entwickeln konsequent ein genuines, eigenständiges Repertoire für ihre Instrumente — und damit eine der originellsten Klangsprachen, die die österreichische Musikszene in den letzten Jahren hervorgebracht hat.
Neubau markiert im Schaffen des Duos den Schritt von der Entdeckung zur Bestätigung. Wer beim Debüt aufhorchte, findet hier ein Duo in voller Reife seiner selbst erfundenen Form — und einen Sound, der vom Wiener Musikverein bis in den Linzer Posthof gleichermaßen funktioniert.
