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Helmut Qualtinger singt Schwarze Lieder (Vinyl + CD)

Helmut Qualtinger singt Schwarze Lieder (Vinyl + CD)

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Ein Klassiker der Wiener Avantgarde — Helmut Qualtinger, wie ihn nur wenige kennen: als Interpret schwarzer, grotesker Dialektlyrik.

Die Schwarzen Lieder sind ein Schlüsselwerk der Qualtinger-Diskografie und zugleich ein Dokument der literarischen Avantgarde des Nachkriegswien. Grundlage sind Gedichte in Wiener Mundart von H.C. Artmann — aus den legendären Bänden med ana schwoazzn dintn und Hosn Rosn Baa — sowie Vertonungen von Gerhard Rühm, beide Mitbegründer der einflussreichen „Wiener Gruppe". Was hier entsteht, ist kein gefälliges Wienerlied, sondern etwas Radikaleres: makabre, absurde, oft grausam-komische Miniaturen, in denen Tod, Verbrechen und Wiener Morbidität in dichter Dialektsprache verhandelt werden. Qualtinger, der Meister der Ambivalenz, gibt ihnen eine Stimme zwischen Zärtlichkeit und Grauen.

Die Musik stammt von Ernst Kölz, der ein Ensemble von Instrumentalisten leitet. Die zentralen Artmann-Vertonungen wurden im November 1966 aufgenommen, ergänzt um frühere Einspielungen vom August 1963. Das digitale Remastering besorgte Preiser Records, auf dessen Label — der wichtigsten Adresse für das Wiener Kabarett der 1950er und 60er Jahre — auch Qualtingers Zusammenarbeit mit Gerhard Bronner und Georg Kreisler erschien.

Dieses Package vereint die remasterte Ausgabe auf Vinyl-LP und CD und macht damit ein Stück österreichischer Kultur- und Sprachgeschichte in beiden Formaten zugänglich: für Sammler:innen des klassischen Wiener Kabaretts, für Freund:innen der Mundartdichtung und für alle, die Qualtinger jenseits des Herrn Karl entdecken wollen — feinsinnig und a bisserl bös.

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