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Lebendige Vergangenheit: Armand Tokatyan

Lebendige Vergangenheit: Armand Tokatyan

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Als Teil des Preiser-Katalogs hat sie ihren Platz in unserer Geschichte — eine Nachproduktion ist nicht vorgesehen.

Sie ist jedoch weiterhin digital verfügbar auf den gängigen Streaming-Plattformen:

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Vom Kaffeehaus in Kairo an die Metropolitan Opera — ein Leben wie ein Opernplot.

Armand Tokatyan (1894–1960) war armenischer Abstammung, in Plovdiv/Bulgarien geboren, in Alexandria und Paris aufgewachsen — und sang zunächst in Kaffeehäusern beider Städte, während er nebenbei das Schneiderhandwerk erlernte. Erst auf Rat des Direktors des Opernhauses von Kairo entschloss er sich zur klassischen Ausbildung in Mailand, und nach seinem Operndebüt 1921 als Des Grieux folgte eine Karriere, die ihn an die bedeutendsten Bühnen der Welt führte.

An der Metropolitan Opera war Tokatyan ab 1923 über zwei Jahrzehnte hindurch eine feste Größe: 38 Rollen in seinem MET-Repertoire — Romeo, Faust, Hoffmann, Cavaradossi, Rodolfo, Canio, Pinkerton, Vasco da Gama — und das in direkter Konkurrenz zu Gigli, Lauri-Volpi und Martinelli. Er war bei den berühmten Saturday Matinee-Übertragungen ein Publikumsliebling und wirkte in mehreren bedeutenden US-Erstaufführungen mit, darunter De Fallas La vida breve und Puccinis La Rondine. Die Preiser-CD versammelt 16 Aufnahmen aus den Jahren 1923 bis 1940 — ein Querschnitt durch eine ebenso vielseitige wie elegante Tenorkarriere.

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