Lebendige Vergangenheit: Giacinto Prandelli
Lebendige Vergangenheit: Giacinto Prandelli
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Ein Tenor von strahlendem Timbre — und eine Karriere, die alle großen Namen seiner Zeit umfasst.
Giacinto Prandelli (1914–2010) wuchs in Lumezzane bei Brescia auf, sang als Knabe im Kirchenchor und begann seine Ausbildung erst mit zwanzig Jahren — spät für einen Sänger, der es so weit bringen sollte. Sein erstes öffentliches Auftreten bei einem Verdi-Konzert in Busseto 1938 wurde von einem Kritiker der Gazzetta di Parma als „wahre Offenbarung" gefeiert. Was folgte, war eine der makellosesten Karrieren des italienischen Nachkriegstenorfachs: In La traviata unter Tullio Serafin, in La Gioconda, wo er die Rolle von Beniamino Gigli übernahm, an der Scala, in Neapel, Verona, Genf, Brüssel und Wien.
Sein berühmtestes Tonstück — Ernestos Rezitativ und Arie aus Don Pasquale — gilt Kennern als Referenzeinspielung, die Tito Schipa in nichts nachsteht. Doch Prandelli war mehr als ein Belcantist: Sein Repertoire reichte von Donizetti und Puccini über Massenet, Cilèa und Zandonai bis zu zeitgenössischen Werken. Die Preiser-CD (Vol. 1) präsentiert Arien und Szenen aus den frühen 1940er bis 1950er Jahren — ein Dokument eines Tenors, dessen warme, kultivierte Stimme und musikalische Intelligenz ihn zu einer der elegantesten Persönlichkeiten seiner Generation machten.
