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Lebendige Vergangenheit: Luciano Neroni

Lebendige Vergangenheit: Luciano Neroni

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Als Teil des Preiser-Katalogs hat sie ihren Platz in unserer Geschichte — eine Nachproduktion ist nicht vorgesehen.

Sie ist jedoch weiterhin digital verfügbar auf den gängigen Streaming-Plattformen:

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Ein italienischer Profundo von Rang — und eine Karriere, die zu früh endete.

Luciano Neroni (1909–1951) entstammte einer musikbegeisterten Familie aus den Marken — sein Großvater war mit Verdi befreundet, sein Onkel Schüler von Ponchielli. Ausgebildet bei Mario Sammarco, dem Uraufführungsbaritonen des Andrea Chénier, erarbeitete er sich die großen Bassrollen des italienischen Repertoires: Zaccaria in Nabucco, Sparafucile in Rigoletto, Oroveso in Norma, Varlaam in Boris Godunov — Rollen, in denen seine schwere, dunkel timbrierte Stimme und seine feine Gestaltungskunst gleichermaßen zum Tragen kamen.

Die Preiser-CD versammelt 15 Aufnahmen, die zwischen 1939 und 1948 überwiegend für das EIAR-Radio in Turin entstanden — ein Querschnitt durch ein außergewöhnlich breites Repertoire: von Mozart und Bellini über Meyerbeer, Verdi, Boito und Catalani bis Wagner und Mussorgsky (alles auf Italienisch). Besondere Raritäten sind Arien aus Carlos Gomes' Salvator Rosa und Catalanis seltenem Dejanice. 1949 sang Neroni in der berühmten Nabucco-Produktion des San Carlo Neapel an der Seite von Maria Callas und Gino Bechi. Zwei Jahre später starb er — kurz nachdem er einen Vertrag mit der Metropolitan Opera unterzeichnet hatte, die er nie betreten sollte.

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