Lebendige Vergangenheit: Mariano Stabile
Lebendige Vergangenheit: Mariano Stabile
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Als Teil des Preiser-Katalogs hat sie ihren Platz in unserer Geschichte — eine Nachproduktion ist nicht vorgesehen.
Sie ist jedoch weiterhin digital verfügbar auf den gängigen Streaming-Plattformen:
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Kein Stimmwunder — sondern etwas Selteneres: ein vollkommener Gesangsschauspieler.
Mariano Stabile (1888–1968) stammte aus einer der angesehensten Familien Palermos, studierte gegen den Willen der Eltern bei Antonio Cotogni an der Accademia Santa Cecilia in Rom — dem Lehrer von Gigli und Lauri-Volpi — und debütierte 1909 als Marcello in La Bohème. Was folgte, war eine der ungewöhnlichsten Karrieren der Operngeschichte: nicht getragen von einem unwiderstehlichen Stimmklang, sondern von einer darstellerischen und deklamatorischen Meisterschaft, die Toscanini, Walter und alle Großen seiner Zeit in seinen Bann zog.
Am 26. Dezember 1921 gab Stabile sein epochales Debüt als Falstaff zur Wiedereröffnung der Mailänder Scala — persönlich von Toscanini ausgewählt und eingearbeitet. Diese Rolle blieb sein Lebensthema: über 25 Jahre lang war er Stamm-Falstaff in Salzburg und Glyndebourne. Als Don Giovanni, Figaro und Don Alfonso war er ebenso unersetzlich. 1954 sang er an der Seite von Maria Callas in der legendären EMI-Aufnahme von Rossinis Il turco in Italia. Stabile war kein Sänger, der eine Rolle spielte — er war die Figur. Die Preiser-CD bewahrt diesen singulären Künstler für alle, die wissen wollen, was canta parlando bedeutet.
