Helge Rosvaenge - Volume 3: 1937-1943
Helge Rosvaenge - Volume 3: 1937-1943
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Der dänische Tenor der deutschen Bühne — in seinem reifen Zenit.
Helge Rosvaenge (1897–1972) war einer der außergewöhnlichsten Tenöre seiner Epoche: Däne von Geburt, Berliner durch Wahl, ab 1929 erster Tenor der Staatsoper Berlin als Nachfolger Richard Taubers, ab 1930 festes Mitglied der Wiener Staatsoper. Sein Repertoire war von erschreckender Breite — von Mozart bis Verdi, von Puccini bis Leoncavallo, von Mussorgsky bis Lehár — und er sang alles auf Deutsch, mit einer Strahlkraft in der Höhe und einer Stimmflexibilität, die Zeitgenossen verblüffte.
Der dritte Band der Preiser-Edition dokumentiert die Jahre 1937 bis 1943 — jene Periode, in der Rosvaenge trotz seiner dänischen Staatsbürgerschaft einer der meistbeschäftigten Tenöre des NS-Kulturbetriebs war, mit engen Verbindungen zu dessen führenden Repräsentanten. Diese historische Verstrickung gehört untrennbar zu seiner Biographie. Die Aufnahmen selbst — entstanden hauptsächlich mit dem Orchester der Berliner Staatsoper unter Bruno Seidler-Winkler — bezeugen eine Stimme auf absolutem Höhepunkt: Verdi (Aida, Il trovatore, La forza del destino), Mozart (Dies Bildnis unter Sir Thomas Beecham, Salzburg 1937), Leoncavallo, Puccini (La Bohème mit Maria Cebotari und Gerhard Hüsch) sowie Glinka und Lehár. Nach Kriegsende verbrachte Rosvaenge als „kollaborationsverdächtiger Ausländer" mehrere Monate im sowjetischen Lager Krasnogorsk — eine Folge seiner Rolle in jenen Jahren.
